Über den FZ Blog / About the FZB blog

Das Forschungszentrum Borstel ist im Februar 2010 mit Verdachtsmomenten wissenschaftlichen Fehlverhaltens in einer ihrer Laborgruppen konfrontiert worden. Das FZB hat die daraufhin durchgeführten Untersuchungen, deren Ergebnisse und daraus abgeleitete Maßnahmen  in der ‘News’ Kategorie der Homepage dokumentiert, um die Öffentlichkeit mit größtmöglicher Offenheit zu informieren.

In February 2010, the Research Center Borstel has been confronted with allegations of scientific misconduct in one of the Center’s divisions. In order to comprehensively inform the public, the subsequent investigations, their outcome and the resulting measures have been documented on the FZB homepage under the category ‘News’.

Mit dem Blog möchte das FZB hierzu ein Forum für alle zur Meinungsäußerung anbieten, das selbstverständlich den Regeln des korrekten Umgangs miteinander unterworfen ist (siehe Impressum / ‘Blog’).

The FZB blog offers a forum for everybody’s opinion. It goes without saying, this blog observes the rules of appropriate communications ( see Impressum / ‘blog’).

3 Antworten auf Über den FZ Blog / About the FZB blog

  1. Prof. Dr. Alexander Lerchl sagt:

    Dieser Fall am FZ Borstel zeigt zweierlei: 1) die Unfähigkeit der Untersuchungskommission, eine eindeutige Schlussfolgerung zu ziehen (“Unbeschadet der festgestellten Manipulationen scheinen die wissenschaftlichen Kernaussagen der betroffenen Publikationen Bestand zu haben.“; da lachen ja die Hühner!) und 2) die dennoch erfolgte und vollkommen richtige Entscheidung des FZ Borstel, nicht nur die Retraktion der 6 untersuchten, sondern auch weiterer 6 Publikationen zu fordern. Es gibt zurzeit leider weitere Fälle, bei denen die Kommissionen nicht zu Potte kommen (Charité, siehe Laborjournal 12/21010) oder derart windelweiche Stellungnahmen abgeben, dass keiner etwas damit anfangen kann (www.oeawi.at in Wien). Das FT Borstel hat, so weit man das beurteilen kann, letztendlich richtig gehandelt. Glückwunsch!

  2. Prof. Dr. Jörg Zwirner sagt:

    Der Fall B.-P. in historischer Perspektive: 1999 bis 2001 wurden am Göttinger Uniklinikum 500 Patienten mit illegalen Tumorvakzinierungen malträtiert. 17 davon wurden in einem Nature Medicine Artikel verwurstet, der sich ganz überwiegend als manipuliert erwies. Die lokale Ombudsgruppe sprach 2002 lediglich den Erstautor Kugler des wissenschaftlichen Fehlverhaltens schuldig. Weitere 2 1/2 Jahren später befand die DFG auch den Letztautor und Klinikleiter Ringert voll verantwortlich für die Falschangaben. Ihm wurde für 8 Jahre (quasi lebenslang) die Berechtigung zur Antragsstellung sowie zur Gutachtertätigkeit entzogen, ebenso das aktive wie passive Wahlrecht. Dennoch ist R. bis zum heutigen Tag an der Göttinger Uni in Amt und Würden. Noch glimpflicher kam der Freiburger Klinikleiter und einstige Gentherapie-Star Mertelsmann weg. Als Koautor vieler gefälschter Herrmann/Brach Artikel wurde er lediglich für 3 Jahre von der DFG gesperrt, in Freiburg sogar einstimmig noch zum ärztl. Direktor des Uniklinikums befördert. Er sitzt seit 20 Jahren fest im Chefsessel. “Herr Mertelsmann lässt sich immer alles erst nachweisen, bevor er etwas zugibt. Als Wissenschaftler hätte er anders handeln müssen”, sagte Kommissionsleiter Eser seinerzeit. Lediglich H. und B. sowie K. wurden geschasst. Der entscheidende Unterschied: Letzteren wurde vorsätzliche Fälschung zur Last gelegt, R. und M. lediglich Verletzung ihrer Aufsichtspflichten. Hier schließt sich der Kreis zum Fall B.-P: aktiv oder passiv, das ist hier die Frage.Nach Durchsicht der bewundernswert akribischen Befunderhebungen durch A. Wiebauer wage ich nun doch eine Prognose: Daumen runter für B.-P.

  3. Prof. Dr. Jörg Zwirner sagt:

    Der Abnormal Science Blog beschäftigt sich ab dem 23. Mai mit Unregelmäßigkeiten in zwei Artikeln des Bulfone-Paus Labors: http://abnormalscienceblog.wordpress.com/
    Alle redlichen Wissenschaftler/innen erwarten nun vom Forschungszentrum Borstel, dass diejenigen, die für diesen Forschungsbetrug Verantwortung tragen, schonungslos ermittelt und ohne Ansehen von Rang und Namen aus dem Verkehr gezogen werden.

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