Forschungszentrum Borstel
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DZL-Nachwuchsgruppe Mausmodelle des Asthma bronchiale

Das Asthma bronchiale stellt kein einheitliches Krankheitsbild dar, sondern variiert vielmehr hinsichtlich des Schweregrades, dem Ansprechverhalten gegenüber einer Kortikosteroidtherapie, der Art und Zusammensetzung der Entzündungsreaktion und weiterer Merkmale. Somit lassen sich innerhalb dieser Erkrankung verschiedene Phäno- und Endotypen unterscheiden, deren Ausprägung möglicherweise sowohl eine unterschiedliche Immunpathogenese als auch Ätiologie zugrunde liegt.

Die Aufgabe dieser DZL-geförderten Nachwuchsgruppe ist es, Mausmodelle zu entwickeln und zu charakterisieren, die solche distinkten Asthmaphäno- bzw. Endotypen möglichst genau reflektieren. Mit solchen Modellen lassen sich dann in vivo die verschiedenen zellulären und immunologischen Mechanismen untersuchen, die letztlich zur Ausprägung der jeweiligen Asthmaform führen können. Die Entschlüsselung dieser Vorgänge dient neben dem Verständnis der Krankheitsentstehung auch der Identifizierung neuartiger Zielstrukturen für die Asthmatherapie. Deren Erfolg kann dann wiederum im passenden Tiermodell evaluiert werden und in Zusammenarbeit mit dem DZL-Labor für humane Primärzell- und Gewebekultur in Proof-of-Concept Experimenten hinsichtlich der Übertragbarkeit auf den Menschen geprüft werden.

Rekurrierende virale Infektionen der Atemwege spielen eine kritische Rolle sowohl bei der initialen Entwicklung eines Bronchialasthmas als auch bei akuten Exazerbationen der bereits bestehenden Erkrankung und damit der Progression der Erkrankung hin zu schweren Phänotypen. Unter Verwendung eines Mausmodells für akute, virus-induzierte Asthma-Exazerbationen sollen die immunpathogenetischen Vorgänge dieser Krankheitssituation(en) aufgeklärt, sowie beteiligte Leukozytensubpopulationen und Mediatoren identifiziert werden. Im Rahmen des DZL bestehen Kooperationen mit dem BREATH, CPC-M und TLRC.

Wie bei der Diagnostik der Erkrankung in der Klinik, kommt der Analyse der Lungenfunktion auch bei den präklinischen tierexperimentellen Studien eine tragende Rolle zu. Um diese im Kleintier auf hohem Niveau betreiben zu können, wurden im Rahmen der DZL-geförderten Nachwuchsgruppe zwei Buxco FinePoint RC-Systeme angeschafft und durch zwei Zusatzmessplätze durch das FZB erweitert. Dieses erlaubt die invasive Bestimmung verschiedener atemmechanischer Parameter und ergänzt die bereits vorhandenen Möglichkeiten zur Lungenfunktionsanalyse am FZB.

Leitung: 

 

Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen:

 

Technische Mitarbeiterin:

 

* finanziert bzw. teilfinanziert aus DZL-Fördermitteln

Link zur DZL-Nachwuchsgruppe