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Pressenotiz

Else Kröner-Fresenius-Stiftung fördert wissenschaftliche Untersuchungen zur Identifizierung von potentiellen Wirkstoffen in der Sepsistherapie

Endotoxine (Lipopolysaccharide, LPS) als Moleküle der Außenschicht der äußeren Membran Gram-negativer Bakterien gehören zu den stärksten bekannten immunmodulatorischen Komponenten in der Natur, und sind verantwortlich für das Auftreten schwerer Infektionen wie der bakterielle Sepsis.

Der Ausbruch solch gravierender Entzündungsreaktionen ist ein Resultat der Stimulation von Immunzellen, die eine breite Palette von Zytokinen (Botenstoffen) des Entzündungspfad 1 und 2 induzieren. Für die Inhibition des Entzündungspfades 1 können antimikrobielle Peptide (AMP), für die des Entzündungspfades 2 nicht-steroide anti-entzündliche Wirkstoffe (NSAID, non-steroidal anti-inflammatory drugs) eingesetzt werden.


In diesem Projekt unter Leitung von Prof. Klaus Brandenburg sollen die biophysikalischen Grundlagen der Endotoxin-Hemmung durch AMP und NSAID und durch ihre Kombination ermittelt werden, die für ein Verständnis der Anwendbarkeit weiterer geeigneter Wirkstoffe von hoher Bedeutung sind. Erst das Grundverständnis der biophysikalischen Mechanismen der Interaktionen dieser Wirkstoffe mit Endotoxinen und Aufklärung der Wirkungsmechanismen erlaubt die Entwicklung potentieller Therapeutika.

Else Kröner (1925 – 1988) war eine der erfolgreichsten Unternehmerinnen Deutschlands. Sie hat in den Nachkriegsjahrzehnten aus einem mittelständischen Betrieb ein international agierendes Pharmaunternehmen gemacht und damit die Grundlagen für den Gesundheitskonzern Fresenius geschaffen. 1983 gründete sie die gemeinnützige Else Kröner-Fresenius-Stiftung, deren Ziel die Förderung medizinischer Forschung und die Unterstützung notleidender Menschen ist.

Von: Dr. Bettina Brand