Print   |    A-   A   A+  

Nationales Referenzzentrum (NRZ) für Mykobakterien

Leitung

Das Nationale Referenzzentrum, bestellt durch das Bundesministerium für Gesundheit und das Robert Koch-Institut, ist an der Koordination von Maßnahmen im Kampf gegen und in der Überwachung von Tuberkulose (TB) beteiligt.

  • Nationales Referenzzentrum (NRZ) für Mykobakterien
  • „Supranational Reference Laboratory" (SRL) der WHO

Die Aktivitäten des Referenzzentrums umfassen folgende Bereiche:

  • Diagnostik: Untersuchungen von ca. 12.000 Proben pro Jahr zum Nachweis und zur Identifizierung von Mykobakterien sowie zur Empfindlichkeitsprüfung
  • Epidemiologie: 'DNA-Fingerprinting' zur Aufdeckung von Infektionsketten, um Bekämpfungsmaßnahmen zu verbessern
  • Entwicklung, Verbesserung und Bewertung von neuen Techniken zur schnelleren Diagnose von TB
  • Beratungsservice für Diagnostiklaboratorien und Ärzte. Die Beratung umfasst die Beantwortung von Fragen zur Epidemiologie, Diagnostik und Therapie von TB
  • Training: ca. 100 Gäste werden jährlich in allen Bereichen der TB Diagnostik trainiert.
  • Leitung des INSTAND-Ringversuchs ‚Tuberkulose’ (außer NAT)
  • Consultant: für u.a. die WHO, Médecins Sans Frontières (MSF), Internationales Komitee vom Roten Kreuz (ICRC), Foundation for Innovative New Diagnostics (FIND), Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)  und KNCV Tuberculosis Foundation. Aktivitäten in folgenden Ländern: Armenien, Aserbaidschan, Bosnien-Herzegowina, Indien, Kasachstan, Kirgistan, Kroatien, Pakistan, Russland, Serbien, Slowenien, Süd-Sudan, Turkmenistan, Uganda und Usbekistan
Abbildung WHO
geschätzte Anzahl an Neuerkrankungen weltweit im Jahr 2006

Diagnostischer Service

  • Primärisolierung von Mykobakterien mit flüssigen und festen Nährmedien aus allen Materialien
  • Nachweis von Mykobakterien mit Nukleinsäure-Amplifikationsverfahren aus allen Materialien (Ausnahme: Venenblut und Knochenmark)
  • Differenzierung von Mykobakterien mit molekularbiologischen Techniken
  • Empfindlichkeitsprüfung von allen Mykobakterienspezies mit flüssigen und festen  Medien (Ausnahme: schnellwachsende Mykobakterien).
  • Molekularbiologischer Nachweis von Resistenzen gegenüber INH und RMP bei Tuberkulosebakterien
  • DNA-Analysen (IS6110-DNA-Fingerprinting, Spoligotyping, MIRU-Typisierung) zum Vergleich von Tuberkulosebakterien-Isolaten z. B. bei Verdacht auf Laborkontaminationen

 

 

Anforderungsschein einer Laboruntersuchung

Download

Anforderungen an das Untersuchungsmaterial

  • Sputum, Liquor u.s.w.: ohne Zusätze
  • Magensaft: in Phosphatpuffer (kann beim Labor angefordert werden)
  • Blut: ca. 5 ml, mit Citrat- oder Heparinzusatz
  • Knochenmark: mit Citrat- oder Heparin zusatz
  • Gewebe / Abstrich: in ca. 1 ml physiol. Kochsalzlösung

Transport von Untersuchungsmaterial

Neue Bestimungen zur Beförderung ansteckungsgefährlicher Stoffe, RKI-Epidemiologisches Bulletin 03/2005
Download

Information zur Tuberkulose

Seitenanfang