Pressemitteilungen 2020

Tuberkulose: Medizinische Klinik Borstel übernimmt Röntgenuntersuchungen bei Flüchtlingen und Asylsuchenden

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie sind die Kapazitäten für Röntgenuntersuchungen begrenzt. Die gesetzlich vorgeschriebenen Erstuntersuchungen von erwachsenen Flüchtlingen, zu der eine körperliche Untersuchung und eine Thorax-Röntgenaufnahme zum Ausschluss einer Tuberkulose zählt, können von den niedergelassenen Radiologen aktuell nicht im ausreichenden Maße durchgeführt werden. Die Medizinische Klinik Borstel hat kurzfristig weitere Kapazitäten in der Röntgenabteilungen der Medizinischen Klinik geschaffen, um diesen Engpass zu überbrücken und um Röntgenreihenuntersuchungen für Erstaufnahmeeinrichtungen durchzuführen.

Zweimal pro Woche werden wieder Busse mit Asylbewerbern aus der Erstunterkunft in Neumünster nach Borstel kommen. Alle Flüchtlinge und Asylsuchende, die nach Borstel kommen, sind zuvor auf eine COVID-19 Erkrankung negativ getestet. Die Medizinische Klinik hat bereits Erfahrung mit diesem Procedere, da diese unterstützenden Untersuchungen bereits im Jahre 2016 für einige Wochen durchgeführt wurden.

„In der aktuellen Situation sind wir gemeinsam mit den Partnern im Kreis und auf Landesebene auf die Pandemie durch Coronaviren vorbereitet. Die Medizinische Klinik in Borstel hat viel Erfahrung im Umgang mit Tuberkulosepatienten. In der aktuellen Situation ist es besonders wichtig, rasche und unkomplizierte Lösungen zu finden und sich gegenseitig zu helfen. Die Asylsuchenden sind hier willkommen,“ so Prof. Dr. med. Dr. h.c. Christoph Lange, Medizinischer Direktor der Medizinischen Klinik Borstel, Leibniz Lungenzentrum.