Pressemitteilungen 2017

Gut vernetzt: Kick-Off Meeting des Leibniz Postdoc Networks in Borstel

Insgesamt 57 Nachwuchswissenschaftler von 45 verschiedenen Leibniz Instituten nahmen an dem Kick-Off Meeting in Borstel teil.
Insgesamt 57 Nachwuchswissenschaftler von 45
verschiedenen Leibniz Instituten nahmen an dem
Kick-Off Meeting in Borstel teil.

Am 26. und 27.10.2017 trafen sich Postdoc Vertreter von 45 Leibniz-Instituten in Borstel zur offiziellen Gründung des Leibniz Postdoc Networks und zur Festlegung der Struktur des Netzwerkes. Die insgesamt 57 Vertreter kamen aus allen fünf Sektionen der Leibniz-Gemeinschaft und allen Teilen Deutschlands ins Borsteler Herrenhaus, um an diesem Kick-Off Meeting teilzunehmen. Neben den Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern waren ebenfalls Dr. Liz Elvidge vom Postdoc and Fellows Development Center des Imperial College London und Dr. Sabine Müller, wissenschaftliche Referentin Karriereförderung  in der Leibniz-Geschäftsstelle eingeladen, um in Impulsvorträgen über Karriereperspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten zu sprechen und über Ihre Erfahrungswerte zu berichten.

Bei Post-Doktoranden oder Postdocs handelt es sich um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Ihre Promotion beendet haben und im Anschluss daran an einer universitären Einrichtung oder einem Forschungsinstitut arbeiten, um ihr Fachwissen zu vertiefen und sich für eine Professur oder eine vergleichbare Position inner- oder außerhalb des akademischen Systems zu qualifizieren. Die Arbeitsverträge eines Postdocs sind meist befristet, ein häufiger Wechsel des Arbeitsortes und ein hoher Arbeitseinsatz sind in dieser Zeit nicht ungewöhnlich. In dieser Karrierephase sind eine gute Vernetzung und die Möglichkeit des Erfahrungsaustauschs sehr wichtig. Aus diesem Grund wurde 2015 am FZB die Postdoc Initiative gegründet. „Mit der Gründung der Initiative wollten wir den Postdocs am FZB ein Gesicht verleihen, sie in ihrem Karriereweg gezielt unterstützen und auch an Entwicklungen hier am FZB partizipieren“, sagt Dr. Christina Vock, ein Mitglied der Initiative über die Motivation der Postdocs. 

Anfang dieses Jahres hatten die Borsteler Postdocs die Idee, Ihre Initiative auszuweiten und ein bundesweites Netzwerk aller Postdoc Vertreter innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft zu etablieren. Bei einem Treffen mit den Vertreterinnen und Vertretern der Postdoc-Initiative sagte Herr Kleiner spontan seine Unterstützung zu  „Die Initiative, ein Netzwerk für die Postdoktorandinnen und Postdoktoranden in der Leibniz-Gemeinschaft zu gründen, begrüße und unterstütze ich sehr. Das Netzwerk wird das erste dieser Art in der außeruniversitären Forschung sein. Es wird den überdisziplinären Austausch zwischen den Instituten stärken, neue wissenschaftliche Kooperationen ermöglichen und Positionen entwickeln. Ich freue mich auf eine neue Stimme im Chor der Leibniz-Gemeinschaft.“ 

Prof. Stefan Ehlers, Zentrumsdirektor des Forschungszentrums Borstel, sieht die Borsteler Postdoc-Initiative als charakteristisch für die Leibniz-Gemeinschaft, da sie “bottom-up”, selbstbewusst und zielgenau umgesetzt wurde: “Die Postdoktorand/innen definieren, was sie für ihre Karriereentwicklung am besten brauchen können und tragen ihre Wünsche z.B. für ganz konkrete Coaching- oder Fortbildungsmaßnahmen an mich als Zentrumsdirektor heran. Bei meinen regelmäßigen Treffen mit den Postdoc-Vertreter/innen liegt Pioniergeist und Enthusiasmus in der Luft - ich hoffe, dass die gesamte Leibniz-Gemeinschaft diesen frischen Wind spürt und die Initiative bundesweit weiter unterstützt.

“Nun wurde für dieses Netzwerk nun in der zweitägigen Veranstaltung der strukturelle Grundstein gelegt. Neben der Wahl der Sprecherinnen und Sektionsbeauftragten wurden sechs Arbeitsgruppen zu den folgenden Themenfeldern gebildet: Karriereentwicklung von Leibniz-Postdocs, Struktur und Mission des Netzwerkes, Gründung und Erhalt von Postdoc Initiativen, Kommunikation und Networking, Event Organisation, und Zukunftsperspektiven. Die konkreten Ziele des Netzwerks sind

  1. eine Kommunikationsplattform zwischen Leibniz und den zugehörigen Postdocs zu bilden, 
  2. eine zentrale Karriereentwicklung für Leibniz-Postdocs in Form von jährlichen Karriere-Retreats zu ermöglichen,
  3. den interdisziplinären Austausch zwischen den verschiedenen Postdocs und damit auch den Instituten zu fördern,
    und
  4. sich als vereinte Leibniz-Postdocs auf den jährlichen Treffen mit den sogenannten ‚Global Challenges‘ wie Luftverschmutzung, Digitalisierung, Antibiotika-Resistenzen usw. auseinanderzusetzen um durch die Interdisziplinarität mögliche Lösungen zu erarbeiten.

„Ich denke das erste Treffen hat unsere Erwartungen sogar noch übertroffen und hat sich durch exzellente Diskussionen und konstruktive Vorschläge bezüglich der Struktur und der weiteren Schritte des Netzwerkes ausgezeichnet. Vor allem die große Motivation der Leibniz-Postdocs wird uns in der Zukunft sehr helfen die Struktur des Netzwerkes zu festigen, innerhalb Leibniz bekannt zu machen aber auch die gesteckten Ziele zu erreichen. Wir freuen uns daher sehr auf die weitere Zusammenarbeit innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft und auf das nächste Treffen„ sagt Dr. Sabine Bartel – eine der neu gewählten Sprecherinnen des Netzwerkes.

Die frisch gewählten Sprecher des Netzwerkes sind Dr. Sabine Bartel (FZB) (unten 2. von links) und Dr. Elena Martellato (MfN) (unten 1. von links). Als Sektionssprecher für Sektion A wurden Dr. Hauke Meyerhoff (IWM) (oben 4. von rechts) zusammen mit Dr. Anne Mucha (unten 2. von rechts) & Dr. Karolina Suchowolec (oben 3. von links) (beide IDS) gewählt, für Sektion B wurde Dr. Stefan Stuth (oben 1. von links) gewählt. Sektion C wird zukünftig von Dr. Glòria Martrus Zapater (unten 3. von links) und Estefania Rodriguez (oben 2. von rechts) (beide HPI) und Dr. Gitta Heinz (DRFZ) (oben 1. von rechts) vertreten und Dr. Hans Höft (INP) (oben 4. von links) und Dr. Annett Hoppe (TIB) (oben 3. von links) repräsentieren Sektion D. Für Sektion E wurden Dr. Claudia Frauen (IOW) (oben 2. von links) und Dr. Ingo Zasada (ZALF) (unten 1. von rechts) nominiert.
Die frisch gewählten Sprecher des Netzwerkes sind Dr. Sabine Bartel (FZB) (unten 2. von links) und Dr. Elena Martellato (MfN) (unten 1. von links). Als Sektionssprecher für Sektion A wurden Dr. Hauke Meyerhoff (IWM) (oben 4. von rechts) zusammen mit Dr. Anne Mucha (unten 2. von rechts) & Dr. Karolina Suchowolec (oben 3. von links) (beide IDS) gewählt, für Sektion B wurde Dr. Stefan Stuth (oben 1. von links) gewählt. Sektion C wird zukünftig von Dr. Glòria Martrus Zapater (unten 3. von links) und Estefania Rodriguez (oben 2. von rechts) (beide HPI) und Dr. Gitta Heinz (DRFZ) (oben 1. von rechts) vertreten und Dr. Hans Höft (INP) (oben 4. von links) und Dr. Annett Hoppe (TIB) (oben 3. von links) repräsentieren Sektion D. Für Sektion E wurden Dr. Claudia Frauen (IOW) (oben 2. von links) und Dr. Ingo Zasada (ZALF) (unten 1. von rechts) nominiert.