Gefördert wird diese Zusammenarbeit durch das „Global Health Protection Programm (GHPP)“ des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Im Rahmen des Projekts „SeqMDRTB_NET“ soll ein nachhaltiges Kompetenznetzwerk zur Förderung der Anwendung von DNA-Sequenziertechnologie für die schnelle Tuberkulose (TB) Resistenzdiagnostik und die Überwachung der Ausbreitung von resistenten TB-Erregern in Ländern mit hohen Tuberkulose-Fallzahlen aufgebaut werden. Man erhofft sich, auf diese Weise eine bessere und effektive Behandlung der resistenten Tuberkulose zu ermöglichen.

Während Ihres Aufenthaltes besuchte das Team des Forschungszentrums das nationale TB- Referenzzentrum (NRL) und schulte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort. So wurde zunächst die DNA aus den hoch infektiösen Bakterien isoliert. Diese nicht mehr infektiöse DNA wurde mit Hilfe der Sequenziertechnologie auf die Anwesenheit sogenannter Resistenz Gene untersucht. „Die schnelle Bestimmung der Resistenz gegen zurzeit verfügbare Medikamente ist entscheidend für die Einleitung einer wirksamen Behandlung von TB-Patienten. Die hier eingesetzten molekularen Methoden sind eine schnelle Alternative zu herkömmlichen Tests “, sagt Stefan Niemann, Leiter der Forschungsgruppe Molekulare und Experimentelle Mykobakteriologie am FZB.

Nun steht für das Projektteam die Evaluierung der Technologie in diesem Umfeld mit hoher TB-Inzidenz an. Neben der kontinuierlichen Schulung der Mitarbeiter vor Ort, steht vor allem die Dateninterpretation im Fokus der gemeinsamen Arbeit. Des Weiteren wird ein Ausbau der Sequenzierungskapazitäten angestrebt, damit TB-Patienten in Maputo/Mozambik in Zukunft eine wirksame Therapie erhalten. Mozambik ist ein Land mit hoher Inzidenz der arzneimittelresistenten TB. Die präzise und rechtzeitige Diagnose von Resistenzen kann die Behandlung erheblich verbessern und die Übertragung stoppen.

Weiterführende Informationen zu dem SeqMDRTB_NET Projekt: www.ghpp.de/de/projekte/seqmdrtb-net