Im Februar 2019 wurden die wissenschaftliche Leistungsbilanz und die strategische Ausrichtung des Forschungszentrums Borstel, Leibniz Lungenzentrum (FZB), von einer international besetzten Expertenkommission begutachtet. Gestern Abend ist das Ergebnis seitens des Senats der Leibniz-Gemeinschaft veröffentlicht worden: Das FZB hat die Prüfung mit Glanz und Gloria bestanden.

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Aufgrund eines Pilzbefalls mussten in den letzten Jahren einige Linden auf dem Gelände des Forschungszentrums und an der angrenzenden Lindenallee gefällt werden. In enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden wurde nun ein Nachpflanzungskonzept erstellt, um das historische Ensemble zu retten. Dank der Unterstützung durch die Fielmann AG und die AktivRegion Alsterland konnten am Montag nun einige Bäume neu gepflanzt werden. 

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Trotz nasskalter Temperaturen kamen gestern viele Gäste und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Baustelle des Forschungszentrums Borstel, um die Grundsteinlegung des Leibniz-Respiratoriums und des Nationalen Referenzzentrums für Mykobakterien (NRZ) zu feiern. Nach der Begrüßung durch den Zentrumsdirektor Prof. Stefan Ehlers und den Reden von Heiko Rottmann-Großner (Bundesministerium für Gesundheit) und dem Staatssekretär Dr. Oliver Grundei, die beide die Wichtigkeit der Neubauten und die hervorragende Forschungsleistung des Zentrums hervorhoben, kamen ebenfalls die beiden Architekten Andreas Koch und Till Behnke und Projektverantwortlichen Dr. Susanne Homolka und Prof. Frank Petersen zu Wort. Zum Abschluss der feierlichen Zeremonie wurde die Zeitkapsel in dem Fundament des Leibniz-Respiratoriums versenkt und gemeinsam mit den Bauarbeitern und den Mitarbeitern auf die neuen Gebäude angestossen.

Bis 2022 entstehen auf dem Campus des Forschungszentrums zwei neue und hochmoderne Laborgebäude. Das viergeschossige Leibniz-Respiratorium soll im Jahr 2022 in Betrieb genommen werden und bietet Platz für 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 14 Forschungsgruppen. Auf    den  9.000  m2 sind  neben  modernsten  Laboratorien  ebenfalls Büros, Besprechungsräume, eine große Cafeteria  und die Tierhaltung unterbracht. Mit seinen Hochsicherheitslaboren stellt das neue Forschungsgebäude die zweitgrößte S3-Anlage  mit  integrierter  Tierhaltung  Deutschlands  dar  und  bietet  optimale  Voraussetzungen,  um  auch  weiterhin  das  Leitinstitut  für  Tuberkulose-  und  Asthmaforschung  in  Deutschland  zu bleiben. Bereits ein Jahr vorher soll das Neue Referenzzentrum für Mykobakterien (NRZ) fertiggestellt werden. Das Gebäude bietet mit seinen knapp 1.400 m2 Platz für die gesamte Infrastruktur, die das Zentrum für die Untersuchung von jährlich 14.000 Proben aus aller Welt benötigt. Zudem wird am NRZ an Antibiotikaresistenzen geforscht, die Entwicklung verbesserter und schnellerer Diagnoseverfahren und neuer Wirkstoffe vorangetrieben und die Übertragungswege der TB in Niedrig- und Hochinzidenzländern untersucht.

Presseberichte zu der Grundsteinlegung:

NDR: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Neue-Labore-fuer-Lungenforschung-in-Borstel,borstel120.html

Stormaner Tageblatt: https://www.shz.de/lokales/stormarner-tageblatt/grundstein-fuer-neues-respiratorium-gelegt-id26438737.html

Lübecker Nachrichten: https://www.ln-online.de/Lokales/Segeberg/Lungen-Zentrum-bekommt-Neubau

 

Forschende des Exzellenzclusters „Präzisionsmedizin für chronische Entzündungserkrankungen“ zählen zu den weltweit am häufigsten zitierten Forschenden 2019

Pressemitteilung: Precision Medicine in Chronic Inflammation vom 22.11.2019

Einmal im Jahr analysiert die „Web of Science-Group“ des US-Unternehmens Clarivate Analytics die Bedeutung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern angesichts ihrer Zitationsraten. Die „Highly Cited Researcher"-Liste beinhaltet diejenigen Forschenden, auf deren Arbeiten sich Fachkolleginnen und Fachkollegen weltweit am häufigsten in ihren eigenen Arbeiten bezogen haben. Nur diejenigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die im letzten Jahrzehnt an mehreren der Top-ein-Prozent der meistzitierten Publikationen ihres Fachgebiets beteiligt waren, werden in den Kreis der „Highly Cited Researchers“ aufgenommen. In diesem Jahr sind das weltweit nur rund 6.200 Personen. 2019 zählen erneut drei Mitglieder des Exzellenzclusters „Präzisionsmedizin für chronische Entzündungserkrankungen“ („Precision Medicine in Chronic Inflammation“, PMI) zu dieser Gruppe von Spitzenforschenden.

Zwei Mitglieder der Executive-Group des Exzellenzclusters PMI erscheinen 2019 zum wiederholten Mal auf der Liste: Stefan Niemann, Professor an der Universität zu Lübeck und Leiter der Forschungsgruppe Molekulare und Experimentelle Mykobakteriologie am Forschungszentrum Borstel, sowie PMI-Sprecher Stefan Schreiber, Professor an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel(CAU) und Direktor der Klinik für Innere Medizin I am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel. Beide sind in diesem Jahr in der sogenannten „Cross-Field“- Kategorie eingeordnet. Dort werden interdisziplinär Forschende mit erheblichem Einfluss in mehreren Bereichen ausgezeichnet. Zusätzlich gehört PMI-Clustermitglied Professor Axel Hauschild, Oberarzt und Leiter der Arbeitsgruppe „Dermatologische Onkologie“ an der Hautklinik des UKSH, Campus Kiel, zu den meistzitierten Wissenschaftlern 2019. Er ist in der Kategorie Klinische Medizin („Clinical Medicine“) gelistet. Für die Auswertung wurde der Zeitraum 2008 bis 2018 zugrunde gelegt und nach 21 Kategorien getrennt, sowie zusätzlich für die interdisziplinäre Leistung („Cross Field“) ausgewertet. Deutschland befindet sich mit insgesamt 327 erfolgreichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf Platz vier der Wissenschaftsstandorte, nach den USA, China und Großbritannien. Unter den rund 6.200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sind auch 23 Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger.

Link zur Liste der am häufigsten zitierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler: https://recognition.webofsciencegroup.com/awards/highly-cited/2019/

Weitere Informationen und Bildmaterial finden Sie hier: https://precisionmedicine.de/nachrichten.html#Nachrichten

Gülşah Gabriel und Stefan Niemann haben die Jury mit ihren wissenschaftlichen Arbeiten überzeugt: Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) verleiht ihnen jeweils einen Preis für translationale Infektionsforschung, dotiert mit 5.000 Euro.

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