Pressemitteilungen 2019

Borsteler Nachwuchswissenschaftlerin gewinnt Posterpreis auf dem EAACI

Die Preisträgerin Barbara Hammer, PhD Studentin vom FZB

Große Freude bei Barbara Hammer aus dem Programmbereich Asthma & Allergie des Forschungszentrums Borstel: Die Nachwuchswissenschaftlerin konnte auf dem diesjährigen Kongress der European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI) in Lissabon einen der begehrten Posterpreise gewinnen.

Die Veranstaltung der EAACI ist einer der weltweit größten Kongresse auf dem Gebiet der Allergie und klinischen Immunologie und bietet Wissenschaftlern und Klinikern eine hervorragende Plattform für den Ausbau der eigenen Netzwerke. In diesem Jahr trafen sich über 8.500 Teilnehmer aus mehr als 106 Ländern in Lissabon, um sich unter dem Motto „Mapping the new world of allergy“ auszutauschen und neueste Forschungsergebnisse vorzustellen.

Vom 01. bis 06. Juni 2019 wurden insgesamt 2.043 Abstract-Präsentationen gehalten. Der beste Abstract pro Session erhielt einen mit 200 Euro dotierten Posterpreis. Barbara Hammer aus der Forschungsgruppe „Frühkindliche Asthmaprägung“ von Prof. Dr. Susanne Krauss-Etschmann konnte die Jury in der Session „Experimental studies in asthma“ mit Ihrer Präsentation über Ihre Arbeit zu mildem pränatalen Rauchen und den Veränderungen in der T-Zellenentwicklung in murinen Nachkommen überzeugen.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung!

Über den Tellerrand schauen: Dank Förderzusage können Borsteler Auszubildende auch weiterhin internationale Berufserfahrungen sammeln

Große Freude bei der Ausbildung am Forschungszentrum Borstel: Die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) hat im Mai dieses Jahres eine weitere Förderung für das Erasmus+ Programm „Auszubildende Biologielaboranten arbeiten in europäischen Labors“ für die nächsten zwei Jahre bewilligt.

Die Fördersumme beläuft sich auf 31.000 € und eröffnet den Auszubildenden am FZB die Möglichkeit, einen Monat in einem Labor im europäischen Ausland zu arbeiten und dort Erfahrungen für die berufliche Zukunft zu sammeln. Dies ist wichtig, da internationale Berufserfahrungen heutzutage immer häufiger Teil des beruflichen Anforderungsprofils sind und ein Aufenthalt im Ausland eine sehr gute Option darstellt, internationale Berufskompetenz zu erwerben.

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Forscher laufen zwischen den Meeren

Beim diesjährigen „Lauf zwischen den Meeren“ am 25. Mai von Husum nach Damp waren die Läuferin und Läufer des gemeinsamen Teams der Universität zu Lübeck und des Forschungszentrums Borstel unter dem Motto „forscher laufen“ erneut flott unterwegs.  Jonas Kock am Brink,  Holger Maurer,  Jan Heyckendorf,  Jens Kühl, Vasco Heyerhoff, Christoph Lange, Hans-Peter Grobbel, Oleg Schiopu, Nestor Rolan und Schlußläuferin  Maja Reimann legten die 96.6 Kilometer durch eine der schönsten Landschaften Schleswig-Holsteins in 7 Stunden und 47 Minuten zurück (42. Platz in der Wertung Firmenlauf und 125. In der Gesamtwertung aller 876 Staffeln). Auf die Minute die gleiche Zeit wie im Vorjahr.

Nachruf

Wir trauern um unseren Kollegen

Prof. Dr. Ulrich Seydel

1941-2019

Wissenschaftler und Leiter der Forschungsgruppe Biophysik (1978-2006) am Forschungszentrum Borstel im Ruhestand.

Prof. Ulrich Seydel hat sich in dieser Zeit der Infektionsforschung, insbesondere den Gram-negativen Bakterien, gewidmet. Sein Steckenpferd war ein bakterielles Molekül - das Lipopolysaccharid oder Endotoxin. Im Fokus seines Interesses stand die Frage der biophysikalischen Grundlagen für die Funktion des Endotoxins in der Zellwand von Bakterien und für die immunstimulierende Aktivität des Moleküls.

Ein wesentlicher Faktor für seine erfolgreiche Arbeit war die Fähigkeit von Ulrich Seydel, neue Ideen jenseits eingefahrener Konzepte zu entwickeln und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen zusammenzubringen und zu begeistern. Er begleitete mehr als 40 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Physik, der Biologie und der Chemie in Diplom- und Doktorarbeiten und seine wissenschaftliche Kompetenz spiegelte sich in der Einwerbung zahlreicher Drittmittel und seiner Beteiligung an drei Sonderforschungsbereichen wider. Er initiierte das Borsteler Mentorenprogramm und war Mitbegründer des Programms ‚Forschung und Schule‘.

Seine Neigung bei vielen Gelegenheiten einen Witz zum Besten zu geben, seine Zuverlässigkeit, seine Warmherzigkeit und sein unwiderstehlicher Charme werden unvergessen bleiben.

Wir nehmen Abschied.

Forschungszentrum Borstel - Leibniz Lungenzentrum

Neues Graduiertenkolleg für angewandte Evolutionsforschung in Kiel

 Doktorandinnen und Doktoranden des neuen Kollegs werden sich zum Beispiel mit der Entwicklung neuartigen Pflanzenschutzstrategien für eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion beschäftigen. © Christian Urban, Uni Kiel

Am vergangenen Freitag fiel die Entscheidung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für die Unterstützung des neuen Graduiertenkollegs (GRK) „Translational Evolutionary Research“  (TransEvo, deutsch: „Angewandte Evolutionsforschung“) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Die in der Kieler Region starke Evolutionsforschung wird damit noch einmal deutlich aufgewertet. Die DFG-Förderung ermöglicht es der CAU, gemeinsam mit ihren Partnerinstitutionen ab 2020 Doktorandinnen und Doktoranden gezielt in der angewandten Evolutionsforschung auszubilden. Zentrale Aufgabe des neuen Kollegs ist die Entwicklung nachhaltiger Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen in den Bereichen Umwelt, Medizin oder Landwirtschaft, die stark evolutionäre Prozesse betrachten. Neben der CAU sind das Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön (MPI-EB), das GEOMAR Helmholtz Zentrum für Ozeanforschung Kiel, das Forschungszentrum Borstel (FZB) und das Max-Rubner-Institut (MRI) in Kiel beteiligt. Die Zusammenarbeit der Institutionen sorgt für eine disziplinübergreifende Einbettung der Forschungsaktivitäten von der Meeresforschung über die Landwirtschaft bis hin zur Medizin. 14 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler können damit zu einem Forschungsthema mit evolutionärem Bezug ihre Promotionsprojekte aufnehmen und so die Grundlagenforschung in der Evolutionsbiologie einerseits und Lösungskonzepte in einem der Anwendungsgebiete andererseits vorantreiben.

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