Aktuelles zum Coronavirus

Gebündelte Kompetenz bei der Erforschung von COVID-19: Bundesministerium für Gesundheit fördert das Leibniz Center Infection

Hamburg. Das Leibniz Center Infection (LCI) leistet einen Beitrag zur Eindämmung der aktuellen pandemischen Ausbreitung des neuen Corona-Virus SARS-CoV-19 und der Kontrolle der damit verbundenen ernst zu nehmenden Lungenerkrankung COVID-19. Dafür wird das LCI vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gefördert.

In enger Absprache haben das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM), das Forschungszentrum Borstel, Leibniz-Lungenzentrum (FZB) und das Heinrich-Pette-Institut, Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie (HPI) Forschungsfelder identifiziert, auf denen sie kompetente, fachliche Beiträge leisten können: Neben gemeinsamen Anstrengungen das Virus SARS-CoV-2 genauer zu charakterisieren und so dessen Ausbreitung und Eigenschaften besser zu verstehen, sollen an allen drei Instituten zueinander komplementäre Infrastrukturen ausgebaut werden.

Dazu wird das BNITM seine Diagnostik- und Sequenzierkapazität für die Untersuchung großer Probenmengen erweitern und mehrere afrikanische Länder beim Aufbau der SARS-CoV-2-Diagnostik unterstützen.

Das HPI bringt seine Expertise in der translationalen Forschung ein, um die Pathophysiologie von COVID-19 zu untersuchen. Weiterhin werden Infrastrukturen für die Diagnostik ausgebaut und für die Entwicklung neuer Antiviralia und Therapiemaßnahmen gegen Covid-19 eingesetzt.

Das FZB will Arbeiten zur klinischen Behandlung und Betreuung von COVID-19-Patienten in den Vordergrund stellen. Dafür wird eine Pipeline für die metagenomische Analyse für den Nachweis von Coronaviren in respiratorischen Patientenmaterialien aufgebaut. Zudem sollen vorhandene Wirkstoff-Sammlungen getestet und mithilfe einer Software und geschultem Personal die strukturierte medizinische Ersteinschätzung optimiert werden.

 „Wir freuen uns über die Anerkennung und Unterstützung durch das BMG. In der aktuellen Situation ist es wichtig, das Verständnis der neuen Corona-Virus-Erkrankung COVID-19 schnell voranzutreiben. Dafür werden die LCI-Partner BNITM, HPI und FZB ihre Kompetenzen bündeln und eng zusammenarbeiten“, sagt Prof. Egbert Tannich, Vorstandsvorsitzender des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin und aktueller Sprecher des LCI.

Das Leibniz Center Infection ist ein Verbund von drei norddeutschen Leibniz-Instituten zur Kompetenzbündelung auf dem Gebiet der Infektionsforschung. Mitglieder sind das BNITM, das FZB und das HPI.

Ansprechpartner Presse

Dr. Franziska Ahnert (Tel.: 040/480 51-108, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

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TV-Tipp: NDR Visite vom 14.04.2020

Gestern lief bei NDR Visite ein Beitrag mit dem Thema "Corona: Raucher haben ein erhöhtes Infektionsrisiko" mit Prof. Susanne Krauss-Etschmann und PD Dr. Christian Herzmann  vom FZB. Dieser spannende Beitrag ist nun in der NDR Mediathek abrufbar:


Corona: Raucher haben erhöhtes Infektionsrisiko

Sendung: Visite | 14.04.2020 20:35 Uhr 3 min | Verfügbar bis 14.04.2021

Mit dem Coronavirus infizierte Raucher haben ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf der Lungenerkrankung Covid-19. Wissenschaftler haben jetzt eine mögliche Erklärung gefunden.

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/visite/Corona-Raucher-haben-erhoehtes-Infektionsrisiko,visite18108.html

„Nur gemeinsam sind wir stark und bewältigen auch diese Herausforderung“: Großgerät aus dem Leibniz Lungenzentrum Borstel unterstützt Kapazitätserhöhung in der Corona-Virus-Diagnostik am UKSH

Das UKSH kauft ein zurzeit am Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum (FZB), installiertes Großgerät der Fa. Roche (Cobas 6800), das dort bisher für die Diagnostik multiresistenter Tuberkulose-Erreger benutzt wird. Das Gerät ist gleichzeitig auf den Nachweis von aktiven SARS-CoV-2 Infektionen ausgerichtet und ermöglicht, große Probenmengen innerhalb weniger Stunden zu analysieren; das Zentrallabor des UKSH kann damit seine Kapazität nahezu verdoppeln. Das Land Schleswig-Holstein ermöglicht dem UKSH den Kauf des Geräts, das zu Testzwecken am FZB installiert ist und das einzige käuflich erwerbbare Gerät in Deutschland ist.

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Presseanfragen: Coronavirus

Bitte schicken Sie alle Presse- und Interviewanfragen, die Sie zum Thema Coronavirus haben per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Wir sammeln tagesaktuell alle Fragen und werden diese dann gemeinsam bearbeiten und beantworten. Wir möchten Sie auch in Zukunft gerne umfassend über den aktuellen Stand in der Medizinischen Klinik, der Diagnostik und der Forschung auf diesem Gebiet informieren, müssen jedoch aufgrund der aktuellen Lage unsere Ressourcen bündeln.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

„Drive thru“ Corona-Virus Testung an am FZB AUSSCHLIESSLICH für Patienten mit Überweisung und Termin

Bitte beachten: Es ist zwecklos, auf Eigeninitiative zur Medizinischen Klinik Borstel zu kommen. Die Tests werden nur an Personen durchgeführt, die vorher vom Borsteler Testzentrum telefonisch einen Termin erhalten haben.

Die Medizinische Klinik am Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum, führt seit 19.3.2020 in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein ambulante Testungen auf das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) durch, um die Hausärzt*innen der Region zu entlasten.

Alle Informationen zu dem Ablauf finden Sie hier