Pressemitteilungen 2021

Videopräsentation: Zusammenhang zwischen Asthmaentstehung und microRNAs

Dr. Sabine Bartel von der Universität Groningen stellt auf dem Youtube-Kanal der Fachzeitschrift Allergy eine häufig zitierte Publikation aus dem Jahre 2019 vor. Im Rahmen dieser internationalen Studie, an der Wissenschaftler*innen des Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum maßgeblich beteiligt waren, konnte einen Zusammenhang zwischen sogenannten microRNAs und der Asthmaentwicklung bei Kindern festgestellt werden. microRNAs spielen eine wichtige in der Zellkommunikation, sie können zudem in Vesikeln verpackt auch andere Zellen erreichen und somit die Genaktivität weiterer Zellen verändern. Die Wissenschaftler*innen konnten in Zellkulturen zeigen, dass während des immunologischen Prozesses einer Asthma-Entstehung, drei dieser miRNAs verringert auftraten und somit nur in geringerem Maße weitergegeben wurden. Die Ergebnisse konnten durch Untersuchungen erkrankter Kinder untermauert werden: Bei durchgeführten Nasenspülungen konnte ein signifikanter Unterschied der miRNA Menge zwischen gesunden und kranken Kindern festgestellt werden. Die genauen immunologischen Prozesse müssen nun in weiteren Studien untersucht werden.
 
 

 
 

Tuberkulose: Wann kann man eine Behandlung mit Erfolg beenden?

Die Behandlung der Tuberkulose (TB) ist lang, belastend und teuer. Insbesondere das Auftreten von resistenten Tuberkulosebakterien, das immer mehr zunimmt, erfordert einen langen Atem: Die WHO empfiehlt in diesen Fällen meist pauschal eine Therapiedauer von mindestens 18 Monaten, da es keine zuverlässigen Biomarker für einen vorzeitigen Stopp gibt. Unter der Leitung von DZIF-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern am Forschungszentrum Borstel ist es nun nach sechs Jahren Forschungsarbeit gelungen, einen Biomarker zu identifizieren, der über die Aktivität von 22 Genen individuell ein Therapieende anzeigt. In vielen Fällen kann damit wahrscheinlich die Behandlung gefahrlos verkürzt werden.

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Nachruf

Das Forschungszentrum trauert um

Dieter Hamann  
*31.12.1958

Dieter Hamann aus Sülfeld war seit April 1980 im Technischen Dienst des Zentrums beschäftigt. Seine zurückhaltende Art, seine Einsatzbereitschaft in allem was getan werden musste und sein freundliches Wesen haben ihn ausgezeichnet.
Wir werden ihn als schätzenswerten Mitarbeiter in Erinnerung halten.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie

Genomsequenzierung bestätigt Vorkommen der britischen SARS-CoV-2 Variante in Schleswig-Holstein.

Wissenschaftler*innen des Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum, in Zusammenarbeit mit dem UKSH und Forschungsgruppen der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, haben durch Genomsequenzierung erste Einblicke in das Vorkommen von SARS-CoV-2 Varianten in Schleswig-Holstein in den Jahren 2020 und 2021 gewonnen. Die Ergebnisse zeigen, dass in der „ersten Welle“ im Jahr 2020 unterschiedliche Virusvarianten im Vergleich zur „zweiten Welle“ im Jahr 2021 vorkommen. In den Virusproben aus 2021 dominieren Viren der Linie 20A.EU1 (B.1.177), es konnte auch die zuerst in Großbritannien beschriebene SARS-CoV-2 „variant of concern“ 20I/501Y.V1 (B.1.1.7) nachgewiesen werden. Die weitere Dynamik der Virusvarianten wird nun in dem durch das Land Schleswig-Holstein geförderten COVID-19-SH NET Projekt prospektiv analysiert.

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Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum unterzeichnet Charta der Vielfalt

Das Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum, hat die Charta der Vielfalt unterzeichnet und setzt sich sichtbar für ein wertschätzendes und vorurteilsfreies Arbeitsumfeld ein.

 Die Charta der Vielfalt ist eine Initiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel. 

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