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Miniaturisiertes Arbeiten im Labor mit dem Mikrofluidikchip. Foto: Janina Nandy

03.06.2026

Förderung für innovatives Mikrofluidik-Projekt bewilligt

Die Forschungsgruppe „Biophysik" am Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum (FZB) kann sich über eine tolle Neuigkeit freuen: Der Forschungsverbund „Leibniz Gesundheitstechnologien" hat letzte Woche eine Machbarkeitsstudie bewilligt, die Dr. Christian Nehls (FZB) gemeinsam mit Dr. Anja Silge (Leibniz-Institut für Photonik, IPHT) und Prof. Miriam Agler-Rosenbaum (Leibniz-Institut für Naturstoffforschung und Infektionsbiologie, HKI) beantragt hatte.

Im Mittelpunkt des Projekts steht der „SynerChip“, ein innovativer Mikrofluidikchip, der die gegenseitige Verstärkung von Wirkstoffen präzise und quantitativ messen soll. Mikrofluidikchips sind miniaturisierte Laborsysteme, in denen winzige Flüssigkeitsmengen durch ein Netzwerk hauchdünner Kanäle gezielt gesteuert und analysiert werden können. Sie ermöglichen es, biologische und chemische Experimente in einem Bruchteil der Zeit und mit einem Bruchteil der Substanzmengen durchzuführen, die in herkömmlichen Laborverfahren benötigt werden.

Das Ziel besteht darin, neue Wege zu finden, um bakterielle Infektionen durch intelligente Wirkstoffkombinationen effektiver zu bekämpfen. In der Machbarkeitsstudie wird konkret untersucht, wie neuartige, am FZB entwickelte antimikrobielle Peptide die Wirksamkeit von Antibiotika verstärken können. Ein vielversprechender Ansatz angesichts der weltweit wachsenden Bedrohung durch Antibiotikaresistenzen.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen dem FZB, dem Leibniz-IPHT und dem HKI vereint dabei Expertise aus Biophysik, Photonik und Infektionsbiologie. Langfristig sollen auf Basis der gewonnenen Daten Vorhersagemodelle entwickelt werden, mit denen sich die Effektivität von Wirkstoffkombinationen künftig deutlich schneller und zuverlässiger beurteilen lässt.

Die Fördersumme beläuft sich auf insgesamt 38.921 Euro, wovon 34.821 Euro an das FZB fließen. Ein wesentlicher Teil der Mittel dient der Weiterfinanzierung einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin Janina Nandy für sechs Monate, die das Projekt begleiten wird. Das Projekt läuft vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2026.

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